Mittwoch, 10. August 2016

Welch ein Sommer!



Ich habe mir ein Kissen ans Fenster gelegt, damit ich bequemer nach draußen schauen kann.
Welch ein Sommer! Meistens sieht es draußen so aus:




Strömender Regen. Man kann keine zwei Meter gehen, 
ohne bis auf die Haut nass zu werden.
Manchmal sieht es aber auch so aus:




Strahlender Sonnenschein und der Garten zeigt sich von seiner schönsten Seite, 
so dass man sofort nach draußen laufen möchte.
Regen und Sonne gibt es hier seit Wochen im stündlichen Wechsel.
Man muss immer auf alles gefasst sein.
Es ist sozusagen ständiger April.
Aber vom Wetter wollten wir eigentlich gar nicht berichten. 
Oder jedenfalls nur so am Rande. 
Selbst bei schönsten Sonnenschein kommen wir nämlich kaum vor die Tür,
weil unser Frauchen zur Zeit so schlecht zu Fuß ist.
Irgendetwas ist mit ihrem Knie nicht in Ordnung, 
deshalb kann sie immer nur ein kleines Stückchen humpeln. 
Mühselig für sie und für uns. 
Als Terrier kann man ja gar nicht so langsam gehen, 
wie sie momentan unterwegs ist. 
Also bleiben wir meistens zu Hause und erleben rein gar nichts.
Darum können wir hier auch nicht viel schreiben.




Neuigkeiten aus der Nachbarschaft muss ich durch den Türspalt erschnüffeln.
Ich kann nicht mal rausgehen und die Schäfertrinen auf der anderen Seite des Zaunes ärgern.
Wir haben hier nämlich zu tun. Wir müssen dem fußlahmen Frauchen unter die Arme greifen.




Los, Karlsson, steh' auf! die Hausarbeit tut sich nicht von allein.




Ehrlich, ich finde eigentlich, dass der Haushalt Weiberkram ist.
Aber was soll ich machen? Sie schaffen es ja nicht ohne mich...




Jetzt quatsch nicht so viel Blech, Karlsson. Sieh lieber zu, 
dass du die Wäsche aus der Maschine nimmst. 
Ich sammele gerade die Schmutzwäsche im Haus ein.




Ja, ja, ich beeile mich ja schon.




Hier kommt noch Frauchens Nachthemd.
Leider ist das Bild etwas unscharf, weil ich so fix unterwegs bin.
Ist ja klar, mit der Hausarbeit will man schließlich schnell fertig werden.




Ja, Frauchen, was soll ich denn nun machen?




Das Fallobst einsammeln? Kein Problem.
Ich bin dabei!




Die paar Äpfel wird Polly ja wohl allein einsammeln können.
In diesem Sommer muss man jede Sonnenstunde nutzen, 
zum Beispiel zum Chillen an einem warmen Plätzchen.
Alles andere wäre Verschwendung von Lebenszeit.



Noch ein Apfel. Puh, ganz schön anstrengend diese Rennerei.




Und wenn es in der Sonne zu warm wird, nimmt ein kühlendes Bad in der Bademuschel.
So lässt es sich aushalten.




Ach Karlsson, so ein bisschen Abkühlung im Gras tut mir jetzt gut.




Soll ich dir mal ein Geheimnis verraten, Karlsson?




Ich bin nämlich total wasserscheu.




Haha, Polly! Du glaubst, das wäre ein Geheimnis. 
Das weiß doch hier jeder!




Neulich zum Beispiel, als das Frauchen mit uns an den Waldsee gehunpelt ist.
Warst du da etwa im Wasser? Na? 
Wer hat da gebadet?




Es war übrigens ein großartiger Ausflug. 
Das Frauchen hatte meinen Dummy im Gebüsch versteckt, 
doch bei der Suche fand ich diese tolle Butterstulle.
Weil es dem Frauchen doch so schlecht geht mit dem kaputten Knie, 
habe ich sie ihr geschenkt.
Sie hat sich zwar sehr gefreut, aber essen wollte sie die Stulle nicht.
Und ich sollte sie auch nicht essen.
Das fand ich eine ziemliche Verschwendung.
 Aber wenigstens haben wir ein Foto von meinem großartigen Fund gemacht.




Aber Karlsson, ich muss nochmal auf die Sache mit dem Wasser zu sprechen kommen.
Neulich, bei unserem Ausflug an die Ostsee -nebenbei bemerkt übrigens nahezu das 
Highlight unseres Humpelsommers- da war ich wohl im Wasser! 




Ja, Polly. Aber ich war schon einmal rein...




...fix untergetaucht...




...und wieder raus.




Da standest du immer noch unschlüssig am Ufer.




Und reingegangen bist du dann nur, weil der Papa voran gegangen ist.




Na und? Aber ich war drin! 
Das zählt ja wohl.





Abends gönnen wir uns eine kleine Mußestunde im Strandkorb auf der Terrasse.
Frauchen, könntest du uns nach all der Arbeit nicht einen kleinen Imbiss reichen, bitte?




Wir würden euch viel lieber von verwegenen Terrierabenteuern berichten, 
doch zwischen Schmutzwäsche und Fallobst passiert nicht viel Spannendes.
Da müssen wir wohl warten, bis diese Füße wieder richtig laufen können.




Dienstag, 14. Juni 2016

Sommerzeit ist Gartenzeit



Der Sommer macht gerade eine kleine Pause,
seit Wochen regnet es zum ersten Mal. 
Das verschafft mir eine Atempause und
 ich kann mich endlich mal wieder im Internetz umschauen.
Es tut mir wirklich sehr leid, dass wir uns hier so lange nicht mehr haben blicken lassen,
aber wir waren so sehr mit dem wirklich wahren Leben beschäftigt.
 Das kann einen nämlich ganz schön auf Trab halten, das könnt ihr mir glauben! 




Die Fotos für den Blog liegen schon so lange in meiner Schublade, 
dass sie ganz verknüllt und verschmuddelt sind. 
Aber das ist jetzt eben so, wir zeigen sie euch trotzdem.




Das Frühjahr begann damit, dass Männer mit einem Laster angefahren kamen 
und uns einen Zaun mitten in den Garten gebaut haben. 
Aber unsere Menschen meinten, dass sei richtig so, 
weil es nicht die Mitte unseres Gartens wäre, 
sondern der Rand und der Rest würde dem Nachbarn gehören. 




Eigentlich hatte ich mir davon eine Arbeitsersparnis versprochen,
 denn nun musste ich den Nachbarsgarten nicht mehr mit bewachen, 
aber unser Garten macht trotzdem noch genug Arbeit.




Kaum stand der Zaun, machte unser Papa die nächste Baustelle auf, weil...




...unser Frauchen unbedingt einen eigenen Garten für Küchenkräuter haben wollte.
Blödsinn, dachte ich. Das mag doch keiner.
Aber damit lag ich völlig falsch.




Sie nennen es Kräuterspirale.
Hier wächst nun lauter Grünzeug. 
Wenn ihr mich fragt, nahm das Verhängnis damit seinen Lauf.




Dann ist nämlich er bei uns eingezogen. Ein Junghase. 
Hallo?! Das geht doch gar nicht. Ich teile meinen Garten nicht. 
Mit einem Hasen schon gar nicht.




Dick und rund hat er sich bei uns gefressen. 




Ganz lange Löffel hat er bekommen.
Zuerst kam er immer nur morgens und abends, um sich bei uns die Wampe vollzuschlagen.




Aber eines späten Abends, als ich nochmal zum Pipi machen im Garten war, 
habe ich gesehen, dass er sich in unserer Wiese
auch noch eine Schlafmulde eingerichtet hatte. 
Da habe ich nicht lange gefackelt und dem Hasen freundlich
aber bestimmt die Zaunlücke gezeigt, durch die er sich für immer
und ewig aus meinem Garten zu verpieseln hat. 
Ha! Aus der Kräutertraum. Der kommt nicht wieder.




Das Frauchen war ein wenig traurig, weil der Hase verschwunden ist.
 Das ist mal wieder typisch Menschenfrau. 
Über die abgefressenen Dillspitzen auf ihrer Kräuterspirale greinen, 
 aber den Übeltäter auch noch süß finden. 
Nun muss sie sich eben an dem Buntspecht erfreuen, 
der regelmäßig unsere Vogeltränke aufsucht, weil er im Nachbargarten brütet 
und deshalb ständig bei uns durch den Garten fliegt. 
Aber den Luftraum kann ich nicht auch noch bewachen. 




Hier guckt Polly in die Luft. Wahrscheinlich auf der Suche nach Eichhörnchen Willy, 
der regelmäßig unsere Nachbarin besucht. Polly und Willy pflegen eine Art Hassliebe.
Willy sitzt in Nachbars Pflaumenbaum und zetert von dort auf Polly runter, 
die von unten Löcher in die Luft staunt.
Mir sollte der Willy besser nicht in die Quere kommen...
Ich sage nur Eichhörnchenklöße!




Guckst du dir die Pusteblumen an, Polly?




Jeder scheint ein Heim in unserem Garten zu finden.




Die fette Unke lasse ich in Ruhe. Die schmecken nämlich gar nicht. Pfui, bäh!




 Von diesem Gartenbewohner geht keine Gefahr aus.




Eine Weinbergschnecke. Ob die schmeckt? 
Manche Menschen behaupten das.
Für Hunde ist die aber nix, glaube ich.





In unserem Garten scheint wirklich jeder Spaß zu haben.
So wie diese beiden Jungstare, die die Quälitäten unseres Brunnens als Vogelbad testen.




Da badet er seinen Steert und der andere passt auf. 
Ob die beiden überhaupt schon ihr Seepferdchen haben?



Überhaupt gibt es noch einen Neuankömmling in unserem Rudel. 
Wir haben einen kleinen Enkelkumpel bekommen. 
Noch kann man nicht viel mit ihm anfangen, 
er ist  ganz winzig und hilflos. Daher müssen wir ihn gut bewachen. 
Den Menschen kann man die Fürsorge für den Nachwuchs nicht allein überlassen. 
Wie man auf dem Bild sieht, pflegen sie einen merkwürdigen Umgang mit ihren Welpen. 
Statt sie im Nacken zu greifen und dahin zu tragen, wo sie hingehören, 
fahren sie sie in komischen Wagen durch die Gegend. 



Kaum kam das Baby zu Besuch, 
kamen auch alle Nachbarn in unseren Garten, 
um unseren Rudelzuwachs zu feiern. 
Schon wieder Unruhe in meinem Revier.
Komische Sitten haben die Menschen.




Polly,  jetzt ist es Zeit für uns, auch mal Spaß im Garten zu haben.
Lass uns auch mal eine Party feiern.




Das muss man Polly nicht zwei Mal sagen! 









Ganz herrlich, so eine Terrier-Toberunde! 





An unseren Apfelbäumen sieht man, wieviel Zeit vergangen ist.
Als wir die Kräuterspirale gebaut haben, haben die Bäume geblüht 
und jetzt sind schon richtig kleine Äpfel zu sehen.
 Bestimmt sind sie bald reif. Und wenn die Ernte erstmal losgeht, 
dann haben wir hier richtig viel zu tun. 
Hoffentlich gibt es vorher nochmal ein oder zwei Regentage, 
damit wir euch mit den neuesten Neuigkeiten von unserer Apfelwiese versorgen können.

Tschüs und bis bald auf unserer Wiese!




Wir schlafen jetzt bis die Sonne wieder scheint.