Montag, 5. September 2016

Was raschelt im Heu?



Wenn es plötzlich dunkel im Zimmer wird,
dann fährt draußen der Mähdrescher am Fenster vorbei.
Erntezeit!




Auch auf unserer Wiese sieht es nun ganz anders aus.




Weg ist das hohe Gras!




Auf dem Feld vor unserem Haus werden jetzt die Strohballen gepresst.




Und auf unserer Wiese wird das Gras zum Trocknen
in langen Reihen zusammen geharkt.




Vor dem Mähen fanden wir einige Amsel Ästlinge in unserer Wiese,
die wir in ein neues Versteck umgesetzt haben,
damit sie nicht den Mäharbeiten zum Opfer fallen.




Die kleinen Amseln sind fast flügge und zeigen ihren Eltern durch lautes Rufen an,
wo sie sich befinden, weil sie sich noch nicht komplett allein versorgen können.
Diese Rufe locken nicht nur die Eltern an,
sondern auch so manchen hungrigen Fressfeind.
Leider haben bei uns nicht alle Amselkinder überlebt...




Wir waren daran aber nicht schuld!
Wir essen keine Amseln.
Dafür gibt es hier Eichelhäher, Elstern,
Krähen, Marder, Wiesel, Füchse...




Wir sind zwar auf die Pirsch gegangen,
haben aber eine ganz andere Beute im Visier gehabt.





Wir waren natürlich auf der Suche nach versteckten Dummys.
Das habt ihr euch bestimmt schon gedacht, oder?




Obwohl man dabei auch Überraschungen erleben kann.




Da steckt man seine Nase ins Heu und stößt auf so was!
Entschuldigung, Frau Kröte.
War bloß ein Versehen.




Soll ich da nochmal meine Nase reinstecken?
Ob da wieder ein Lurch sitzt?




Frauchen, was meinst du dazu?




Na gut, ich traue mich.
Da war doch ein Dummy und keine Kröte im Heu.
Glück gehabt!





Guck mal, Karlsson, siehst du auch, was ich sehe?




Die Äpfel werden reif!
Die Ernte steht kurz bevor.




Wir werden sehr beschäftigt sein, bis das alles zu Apfelmus und Saft verarbeitet ist.




Also dann, bis bald! Wir sehen uns wieder, wenn alle Äpfel im Glas und in der Flasche sind.
Terrierhausen sagt Tschüs.

Mittwoch, 10. August 2016

Welch ein Sommer!



Ich habe mir ein Kissen ans Fenster gelegt, damit ich bequemer nach draußen schauen kann.
Welch ein Sommer! Meistens sieht es draußen so aus:




Strömender Regen. Man kann keine zwei Meter gehen, 
ohne bis auf die Haut nass zu werden.
Manchmal sieht es aber auch so aus:




Strahlender Sonnenschein und der Garten zeigt sich von seiner schönsten Seite, 
so dass man sofort nach draußen laufen möchte.
Regen und Sonne gibt es hier seit Wochen im stündlichen Wechsel.
Man muss immer auf alles gefasst sein.
Es ist sozusagen ständiger April.
Aber vom Wetter wollten wir eigentlich gar nicht berichten. 
Oder jedenfalls nur so am Rande. 
Selbst bei schönsten Sonnenschein kommen wir nämlich kaum vor die Tür,
weil unser Frauchen zur Zeit so schlecht zu Fuß ist.
Irgendetwas ist mit ihrem Knie nicht in Ordnung, 
deshalb kann sie immer nur ein kleines Stückchen humpeln. 
Mühselig für sie und für uns. 
Als Terrier kann man ja gar nicht so langsam gehen, 
wie sie momentan unterwegs ist. 
Also bleiben wir meistens zu Hause und erleben rein gar nichts.
Darum können wir hier auch nicht viel schreiben.




Neuigkeiten aus der Nachbarschaft muss ich durch den Türspalt erschnüffeln.
Ich kann nicht mal rausgehen und die Schäfertrinen auf der anderen Seite des Zaunes ärgern.
Wir haben hier nämlich zu tun. Wir müssen dem fußlahmen Frauchen unter die Arme greifen.




Los, Karlsson, steh' auf! die Hausarbeit tut sich nicht von allein.




Ehrlich, ich finde eigentlich, dass der Haushalt Weiberkram ist.
Aber was soll ich machen? Sie schaffen es ja nicht ohne mich...




Jetzt quatsch nicht so viel Blech, Karlsson. Sieh lieber zu, 
dass du die Wäsche aus der Maschine nimmst. 
Ich sammele gerade die Schmutzwäsche im Haus ein.




Ja, ja, ich beeile mich ja schon.




Hier kommt noch Frauchens Nachthemd.
Leider ist das Bild etwas unscharf, weil ich so fix unterwegs bin.
Ist ja klar, mit der Hausarbeit will man schließlich schnell fertig werden.




Ja, Frauchen, was soll ich denn nun machen?




Das Fallobst einsammeln? Kein Problem.
Ich bin dabei!




Die paar Äpfel wird Polly ja wohl allein einsammeln können.
In diesem Sommer muss man jede Sonnenstunde nutzen, 
zum Beispiel zum Chillen an einem warmen Plätzchen.
Alles andere wäre Verschwendung von Lebenszeit.



Noch ein Apfel. Puh, ganz schön anstrengend diese Rennerei.




Und wenn es in der Sonne zu warm wird, nimmt ein kühlendes Bad in der Bademuschel.
So lässt es sich aushalten.




Ach Karlsson, so ein bisschen Abkühlung im Gras tut mir jetzt gut.




Soll ich dir mal ein Geheimnis verraten, Karlsson?




Ich bin nämlich total wasserscheu.




Haha, Polly! Du glaubst, das wäre ein Geheimnis. 
Das weiß doch hier jeder!




Neulich zum Beispiel, als das Frauchen mit uns an den Waldsee gehunpelt ist.
Warst du da etwa im Wasser? Na? 
Wer hat da gebadet?




Es war übrigens ein großartiger Ausflug. 
Das Frauchen hatte meinen Dummy im Gebüsch versteckt, 
doch bei der Suche fand ich diese tolle Butterstulle.
Weil es dem Frauchen doch so schlecht geht mit dem kaputten Knie, 
habe ich sie ihr geschenkt.
Sie hat sich zwar sehr gefreut, aber essen wollte sie die Stulle nicht.
Und ich sollte sie auch nicht essen.
Das fand ich eine ziemliche Verschwendung.
 Aber wenigstens haben wir ein Foto von meinem großartigen Fund gemacht.




Aber Karlsson, ich muss nochmal auf die Sache mit dem Wasser zu sprechen kommen.
Neulich, bei unserem Ausflug an die Ostsee -nebenbei bemerkt übrigens nahezu das 
Highlight unseres Humpelsommers- da war ich wohl im Wasser! 




Ja, Polly. Aber ich war schon einmal rein...




...fix untergetaucht...




...und wieder raus.




Da standest du immer noch unschlüssig am Ufer.




Und reingegangen bist du dann nur, weil der Papa voran gegangen ist.




Na und? Aber ich war drin! 
Das zählt ja wohl.





Abends gönnen wir uns eine kleine Mußestunde im Strandkorb auf der Terrasse.
Frauchen, könntest du uns nach all der Arbeit nicht einen kleinen Imbiss reichen, bitte?




Wir würden euch viel lieber von verwegenen Terrierabenteuern berichten, 
doch zwischen Schmutzwäsche und Fallobst passiert nicht viel Spannendes.
Da müssen wir wohl warten, bis diese Füße wieder richtig laufen können.