Dienstag, 22. Februar 2011

Eigentlich wollen alle einen Hund...

Mit Hund ist alles schöner!

Katzenhalter haben mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Universitätsabschluss als Hundebesitzer, das hat eine Studie der Universität Bristol in Großbritannien ergeben. Eine Befragung von 2.524 britischen Haushalten ergab, dass in 47,2 Prozent der Katzenhaushalte mindestens ein (menschlicher) Bewohner einen Universitätsabschluss hat verglichen mit 38,4 Prozent akademischer Hundehaushalte. Unter den Katzenbesitzern waren also fast zehn Prozent mehr Akademiker als bei den Hundeleuten! (Quelle: BBC News vom 6.2.2011, More cat owners have degrees than dog lovers)

Außerdem sagt die Studie, dass es in 26 Prozent aller britischen Haushalte eine Katze gibt, aber in 31 Prozent der Haushalte einen Hund. Dabei sind Hundehalter mit größerer Wahrscheinlichkeit männlich, unter 55 Jahre alt und leben in ländlichen Gebieten. Die Katzenliebhaber sind mit größerer Wahrscheinlichkeit weiblich und leben in einem Singlehaushalt in der Stadt. Und sind offenbar Akademikerinnen, mit einer Katze als Familienersatz.

Die Wissenschaftler erklären die Katzenvorliebe der Akademiker(innen) damit, dass diese wahrscheinlich in höher qualifizierten Jobs mit entsprechend längeren Arbeitszeiten beschäftigt sind, was die Haltung eines Hundes erschwert. Das würde aber bedeuten, dass all die Akademikerkatzen als Hundeersatz angeschafft wurden! Die Studie zieht gar nicht erst in Betracht, dass die lang arbeitenden Akademiker wirklich und wahrhaftig Katzen haben wollen, sondern unterstellt, dass sie wegen ihrer Arbeitsbedingungen auf Hunde verzichten müssen und stattdessen eben notgedrungen eine Katze anschaffen. Arme Katze! Erst muss sie zehn bis zwölf oder sogar noch mehr Stunden warten, bis der Mensch völlig geschafft die Wohnungstür aufschließt und sich dann gerade noch aufrafft, eine Katzenfutterdose zu öffnen, um sich anschließend müde auf die Couch zu werfen und sich vorzustellen, wie schön das Leben mit Hund und ohne akademischen Grad wäre, frei nach den Comedian Harmonists: „Ich hätt‘ so gern ‘nen Hund, ich wäre dämlich, aber froh.“

Dr. Jane Murray, Dozentin an der Universtät Bristol, gibt allerdings zu, dass sie sich den Bildungsunterschied zwischen Hunde- und Katzenbesitzern nicht wirklich erklären kann. Nun, Dr. Murray, es ist doch gar nicht so schwer, die Puzzleteile richtig zusammen zu setzen! Wahrscheinlich gibt es inzwischen einfach ungeheuer viele Frauen mit Universitätsabschluss. Frauen haben ja in den letzten Jahren in fast allen Bereichen aufgeholt! Solange diese Akademikerinnen alleinstehend sind und einen fordernden Job haben, halten sie sich in ihrer Großstadtwohnung eine Katze, damit sie nicht völlig vereinsamen. Irgendwann lernen sie aber einen netten Mann unter 55 Jahren und eventuell ohne Uniabschluss kennen, heiraten ihn aber trotzdem und ziehen aufs Land. Die gemeinsamen Kinder sollen nach dem Tod der Katze mit einem Hund aufwachsen (das erklärt auch, warum die Kinder in den meisten Hundehaushalten laut Studie schon über zehn Jahre alt sind, vorher war ja die Katze noch da!) und weil der Mann bei der Auswahl des Welpen darauf bestanden hat, den kräftigen Rüden mit dem dicken Kopp mit nach Hause zu nehmen, meldet er ihn auch auf seinen Namen an. Und endlich haben alle das, was sie sowieso schon immer wollten: einen Hund. Ist doch ganz einfach.

1 Kommentar:

  1. Also ist das jetzt wissenschaftlich untermauert, dass der männliche Akademiker unter 55 in ländlichen Gebieten den kräftigen Rüden mit dem dicken Kopp nimmt (nehmen muss?) - na dann stimmt ja alles :-)

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