Montag, 22. August 2011

Karlsson erzählt: So ein schöner Tag


Immer, wenn meine Menschen Taschen und Kisten packen und das Gepäck ins Auto räumen, wird es aufregend. Dann weiß ich: Heute passiert was! Ich passe dann immer sehr auf, dass ich nicht etwa zu Hause vergessen werde. Ich laufe meinen Menschen ständig vor die Füße, damit sie mich möglichst schnell ins Auto bringen, weil sie nicht dauernd über mich fallen wollen. Das ist ein prima Trick, finde ich, denn wenn ich schon mal im Auto bin, bin ich auf jeden Fall dabei!

Dann sind wir ziemlich lange Auto gefahren, das mag ich eigentlich nicht so gerne. Aber wir sind am Ende bei meiner Freundin Ida und ihren Menschen angekommen. Da habe ich mich schon sehr gefreut. Dort wurden noch mehr Kisten und Körbe in unser Auto geladen und wir sind noch ein Stück gefahren. Endlich hat das Auto angehalten und die Menschen haben alle Körbe, Taschen und Kisten ausgeladen und sind mit uns auf eine große, große Wiese gegangen mit riesigen Bäumen drauf. Da waren schon andere Menschen und Hunde, aber ich war sehr stolz, dass ich mit so einem großen Rudel dort angekommen bin. Immerhin waren wir drei Hunde, wenn auch die anderen beiden ein tüdeliges Hunde-Omchen und ein junges wildes Ding sind, das nicht meine Erfahrung hat. Und sechs Menschen hatte ich ja auch noch dabei! Ich hab dann ein bisschen gebellt, ich musste den anderen doch sagen, dass wir jetzt da sind, während die Menschen auf der Wiese Decken ausgebreitet haben und auf die Decken die Kisten und Körbe gestellt haben, aus denen es übrigens ziemlich gut geduftet hat.

Die Menschen haben dann auf den Decken gesessen und ihr Menschenessen gegessen und wir Hunde haben Kaustangen bekommen. Ich musste aber doch gucken, was die anderen Menschen und Hunde machen und ob die auch auf ihren Decken bleiben und nicht etwa über uns und unsere Vorräte herfallen. Aber Silke hat mir versprochen, dass nichts Schlimmes passiert, wenn ich mich zur ihr auf die Decke lege und meine Kaustange esse und ich habe ihr schließlich geglaubt. Sicherheitshalber habe ich meine Stange aber sehr schnell aufgekaut, damit sie kein anderer bekommt. Dann hatte ich ein bisschen Bauchweh, aber vielleicht kam das auch von der Aufregung. Ich mache schließlich nicht jeden Tag ein Picknick! So heißt das nämlich, wenn die Menschen auch vom Boden essen, das habe ich jetzt gelernt.
Nach dem Essen sind die Menschen mit uns zum Wasser gegangen. Das gab es da nämlich auch! Hinter der Wiese war ein See mit einem kleinen Sandstrand. Ich habe mich sehr gut gefühlt, weil ich mit meinem großen starken Rudel dort angekommen bin. Die anderen Hunde hatten höchstens einen Menschen oder vielleicht zwei, aber ich hatte ja sechs Menschen und noch zwei Hundedamen dabei! Ida und ich haben neue Spielzeuge bekommen, die wir aus dem Wasser apportieren durften. Ich liebe Wasser! Ich habe mich gleich hineinfallen lassen und mit der Schnauze unter Wasser geblubbert. Das ist so schön! Aber dann wollten meine Menschen, dass ich im Wasser laufe. So was Verrücktes! Ich hab es mal ausprobiert, es funktioniert tatsächlich. Man kann im Wasser laufen, auch wenn man gar keinen Boden mehr unter den Füßen hat. Aber das war mir dann doch zu gefährlich. Die Menschen haben lange versucht, mich zu überreden, mein neues Spielzeug ganz weit aus dem Wasser zu holen, da wo ich keinen Boden mehr unter den Füßen habe. Aber da hab ich nicht mitgemacht. Na, dann haben sie mein Spielzeug schließlich selber geholt. Die konnten da ja auch noch stehen. Bloß ich soll immer so verrückte Sachen machen!
Da bin ich mit Ida lieber pudelnass über den Strand gerast, immer haarscharf an den fremden Menschen vorbei, die da auf ihren Decken im Sand lagen. Die sind dann immer ganz erschreckt aufgesprungen, wenn wir so dicht an ihrer Nase vorbei gesaust sind. Das war ein Spaß! Durften wir aber nicht oft machen. Unsere Menschen waren damit nicht einverstanden. Leider.
Frisbee spielen mit meiner wilden Horde

Wir haben noch ein bisschen gebadet, sogar Lottinchen hat Füße gebadet und Ida ist da im Wasser gelaufen, wo sie gar keinen Boden mehr unter den Füßen hatte. Aber das musste wahrscheinlich so sein, weil sie ja auch viel kürzere Beine hat als ich.
Dann sind wir wieder auf die Wiese zu den Decken gegangen und Lotta ist kreuz und quer durch die Teller gelaufen, weil sie ein schönes Ruheplätzchen gesucht hat. Manchmal ist sie wirklich ziemlich durcheinander. Ida war auch schon müde, aber ich hab meinen Männern noch beim Frisbeespielen geholfen. Immer, wenn einer von ihnen die Scheibe nicht gefangen hat, bin ich ganz schnell hingelaufen und habe sie geschnappt. Die Menschen auf den anderen Decken haben uns beim Spielen zugeguckt und darüber gestaunt, wie schnell ich laufen kann und ich war stolz und froh, weil ich mit meiner wilden Horde auf der großen Wiese herumtoben durfte.
Als wir zum Schluss noch ein bisschen auf der Decke gesessen haben, haben Lotta und Ida schon geschlafen. Ich war dann froh, als wir alle Sachen eingepackt haben und nach Hause gefahren sind. Eigentlich wollte ich nämlich auch ganz gern schlafen, ich hab es mir bloß nicht so anmerken lassen. Ich fühlte mich nämlich sehr glücklich nach diesem schönen Tag, aber auch sooo müde!
Dahinten kannste mal schön selber hingehen, da kann ich nämlich nicht mehr stehen!

Hauptsache warm zugedeckt!

Schwimmhund Ida

1 Kommentar:

  1. Hallo Karlson,
    da hast du ja einen aufregenden Tag gehabt. Schwimmen ist nicht schlimm. Das lernst du schon noch. Und wenn nicht - ist auch nicht schlimm. Aber es macht Spaß. Dann kannst du Stöckchen aus dem Wasser retten. Es ist schon toll wenn die Menschen auch vom Boden essen. Da fällt immer was ab. Kein Wunder das ihr dann müde wart und während die Damen schlafen, musst du als Rüde natürlich aufpassen.
    Liebe wauzis von Emma und Lotte

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