Sonntag, 15. März 2015

Parallelverschiebung im Terrieruniversum



Oft genügt nur eine kleine Verschiebung der Perspektive, um den Blickwinkel vollkommen zu ändern. Das Haus, in dem wir bis vor einem halben Jahr lebten, ist nur drei Kilometer von unserem neuen Haus entfernt. Und doch hat sich so viel geändert! Wir leben nicht mehr am Rande einer kleinen Stadt, sondern am Rande eines kleinen Dorfes. Hinter unserem Haus beginnen der Wald und die Wildnis mit allem, was darin kreucht und fleucht. Für uns Menschen ergeben sich andere Wege zum Arbeitsplatz, daran gelegen andere Einkaufsmöglichkeiten als vorher. Wir bewegen uns weiter in unserer vertrauten Umgebung, kommen aber aus einer anderen Richtung. Vertraute Dinge können plötzlich ganz ungewohnt aussehen. Als Menschen nehmen wir das mitunter erstaunt, mitunter amüsiert, meistens jedoch gelassen zur Kenntnis und machen weiter wie vorher. Unseren Hunden fällt es nicht so leicht, die Parallelverschiebung ihres Universums zu verarbeiten.

Viele Dinge in ihrer neuen Umgebung erkennen Polly und Karlsson wieder, weil sie auch zu ihrer alten Umgebung gehörten,  können sie aber offenbar nicht mehr zuordnen, weil sich ihr Fixpunkt geändert hat. Sie müssen ja nun alles in Beziehung zu ihrem neuen Heim setzen. Da kann so ein Terrierhirn schon mal rauchen. Zusätzlich muss man die neue Umgebung erkunden und die neuen Nachbarn in Schach halten, besonders die drei Schäferhunde nebenan, meint Polly jedenfalls. Karlsson hat sich lange Zeit nach dem Umzug noch Sorgen darüber gemacht, ob dies nicht vielleicht der Auftakt zu einem Nomandenleben gewesen sei und wir bei Nacht und Nebel wieder die Kisten packen und weiter ziehen. Deshalb hat er monatelang vorsichtshalber auf meinem Bettvorleger geschlafen, damit er einen überstürzten nächtlichen Aufbruch nicht verpassen kann.

Polly hat sich im neuen Heim in übertriebene Wachsamkeit gestürzt und schlicht jeden und alles, das sich im Umkreis von mehreren hundert Metern unserem Grundstück näherte unter Generalverdacht gestellt und lautstark verbellt. Wir haben immer noch alle Hände voll damit zu tun, ihr Vertrauen in die Sicherheit des neuen Hauses einzuflößen. 

Hinzu kommt der stete Wildwechsel vor unserer Haustür. Auch hier wird von Polly und Karlsson in erster Linie Gelassenheit erwartet, wenn Frau Reh und Herr Goldfasan sich zu einem kleinen Schwatz vor unserer Gartenpforte treffen. Ganz schön viel verlangt. Darum brechen wir zu unseren Spaziergängen in Feld und Wald sicherheitshalber mit der Fünf-Meter-Leine auf. Neulich warf ich für Karlsson einen Dummy, der knapp außerhalb des Fünf-Meter-Radius‘ landete. Ich wähnte mich in Sicherheit (auf Karlsson ist schließlich Verlass), so dass ich das Ende der Leine aus Hand fallen ließ, damit er den Dummy holen kann. Ich hörte es laut rascheln, dann verschwand mein Hund im Unterholz. Kurz darauf sprang neben mir ein Reh über den Weg, gefolgt von Karlsson (mit Dummy im Maul). Karlsson ließ sich problemlos abrufen und kam sofort zu mir. Trotzdem war ich erschrocken und froh, dass gerade kein Grünberockter die Szene beobachtet hatte. Merke also, hier ist IMMER ein Reh in der Nähe, besonders wenn man gerade nicht damit rechnet.


 Immer schön den Dummy im Auge behalten und nicht nach den Rehen schielen, bitte!
 
 

Bei so vielen Baustellen ist es vielleicht kein Wunder, dass mir eine kleine Verschiebung in der familiären Struktur zunächst einmal entgangen ist, bis Karlsson mir ziemlich unmissverständlich anzeigte, dass ihm etwas nicht passte. Er zog sich zu Hause geflissentlich in ein anderes Zimmer zurück, damit er bloß nicht mit Polly und mir zusammen sein musste und beim Dummyspiel gab er seinen Dummy nur unter Protest ab. Er konnte ihn mir im wahrsten Sinne des Wortes nicht anvertrauen. Ja, das Vertrauen war gestört. Das merkte ich. Aber warum?


Bei zwei Hunden gibt es oft noch mehr zu entwirren als nur den Leinensalat.

Mit Hilfe unserer unvergleichlichen Hundeerziehungsberaterin (ohne die –ich gestehe es- bei uns zu Hause schon längst das Chaos ausgebrochen wäre) kamen wir dem Grund auf die Spur. Pollys übertriebene Wachsamkeit ging Karlsson einfach auf die Nerven. Besonders wenn ich nicht zu Hause war, ist sie ständig von Fenster (unter unseren Wohnzimmerfenster steht leider eine Couch, da kann sie prima rausgucken obwohl sie natürlich nicht darf) zu Tür gesprungen und hat alles angebellt, was sich bewegte. Oder ihr sonst wie suspekt  vorkam. Dafür hat Karlsson kein Verständnis. Er möchte in Ruhe vor sich hin dösen und wird erst aktiv, wenn etwas wirklich Wichtiges passiert. Da prallten einfach Welten aufeinander. Polly und Karlsson konnten diesen Konflikt nicht allein lösen und Gott sei Dank sind beide zu sozial, um wirklich ernsthaft aufeinander loszugehen. 


 Die bunten Stricke hindern uns aber nicht daran, sensationelle Entdeckungen zu machen.
Schaut mal, ein matschiger Tümpel! Ganz nah bei unserem Haus. Den kannten wir noch gar nicht.
Einfach toll, was man hier alles entdecken kann.


Nun muss Polly bei heruntergelassenem Rollo (keine Aussicht in den Garten und eventuell darin befindliche Bösewichte wie Amseln und Eichhörnchen) in meinem Arbeitszimmer warten, bis ich wieder zu Hause bin und Karlsson hat seine Ruhe. Das tut beiden Hunden gut. Auch Polly führt ein stressfreieres und entspannteres Leben, wenn man ihr klar machen kann, dass sie gar nicht immer und auf alles aufpassen muss. Es tut ihr sichtlich gut, wenn man ihr etwas von diesem selbst auferlegten Druck abnehmen kann.

Damit wir nicht immer nur in Haus und Wald im eigenen Saft schmoren, haben wir unlängst damit begonnen, uns wieder mit der Zivilisation zu beschäftigen. Ich war mit zwei staunenden Terriern im Modehaus und im Baumarkt und obwohl uns dort kein einziges Reh begegnet ist, war das ganz schön aufregend. Wir sind mit dem Einkaufswagen gefahren und haben gelernt, tiefenentspannt und an lockerer Leine durch die Plünnen zu kurven, ohne an den Pulloverständer zu pinkeln. (Im Ernst: Das würden wir natürlich nie, nie tun.) 


 Ob es hier auch Hundepullover gibt?

Auch in unserem parallel verschobenen Terrieruniversum arbeiten wir weiter am guten Benehmen im Haus, diskreter Eleganz in der Haltung gegenüber Besuchern, unangestrengter Konversation mit Wildtieren, weltläufigem Auftreten im Bekleidungshaus, gesellschaftlicher Gewandtheit im Baumarkt und Lockerheit im Smalltalk mit dem Verkaufspersonal. Das ist viel verlangt von zwei kleinen betonköfigen Terriern, aber unbedingt nötig. Die beiden würden sonst glatt denken, dass die alten Benimmregeln in der neuen Welt nicht mehr gelten.


 Warum müssen wir denn umsteigen? Ist unser Auto kaputt?




 Wenn wir beide im Wagen sitzen, kannst du nix mehr kaufen. Ist schon voll beladen.


Ich steige freiwillig ab. Das scheppernde Ding ist mir unheimlich.


Na also, das ist doch mal ein vernünftiger Freizeitspaß!
Hier draußen auf der grünen Wiese fühlen wir uns deutlich wohler
als auf dem glatten gesellschaftlichen Parkett.


Kommentare:

  1. Hallo Karlsson und Polly,
    ihr habt euch großartig benommen auf dem glatten gesellschaftlichen Parkett. Wenn ihr so artig duch die Plünnen marschiert, könnt ihr euer Frauchen prima beraten, wie ein zünftiges Gassioutfit aussieht.
    Wenn wir allein zu Hause sind, dürfen wir auch nicht in das Zimmer mit dem bodentiefem Fenster. Und wenn wir nicht aus dem Fenster gucken können, dann kuscheln wir uns in unsere Körbchen und schnarchen bis das Frauchen wieder da ist.
    Liebe wauzis von Emma und Lotte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Schnarchen bis das Frauchen wieder da ist - das ist wirklich eine großartige Idee. Gut macht ihr das!!
      Liebe Grüße aus Terrierhausen

      Löschen
  2. Deine Posts sind immer so zuckersüß!
    Übertriebene Wachsamkeit hat Watson im Urlaub auch gezeigt. Er hat aber schnell gerafft, dass er nicht bellen sollte und klang dann wie Chewbacca... ;-) Liegt vielleichtam Hausmeistergen. ;-)
    Und Abruf vom Reh ist schon sehr sehr großes Kino! Wow!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Eigentlich sind wir mit Karlsson längst einen Schritt weiter und er rennt gar nicht mehr los, wenn er ein Reh sieht, sondern guckt mich an und fragt, was zu tun ist. Ich biete ihm dann eine Dummy-Ersatzjagd an, damit ich auch was zu bieten habe und nicht immer nur als Spaßbremse rüberkomme :))) Aber wenn ich blöderweise den Dummy genau vor des Rehleins Füße werfe, was soll der arme Hund dann machen?
      Das Chewbacca-Grollen kennen wir von Polly auch!
      Liebe Grüße aus Terrierhausen

      Löschen
    2. Ich schaffe es gerne Mal den Dummy in Grasbüschel zu versenken an denen vorher läufige Mädchen waren... ;-)
      Daran, dass ich bei seltsamen Begegnungen zu fragen bin arbeiten wir noch, aber wir feiern die kleinen Erfolge, wie Abrufen von Schmetterlingen oder Vögeln. Bei Katzen gehts auch schon immer öfter. Fremde Hunde sind da das größere Hindernis... ;-) Ganz tolle Erfolge habt ihr da! :-)

      Löschen
    3. Wohlgemerkt betreffen die Erfolge Karlsson, mit Polly sind wir längst noch nicht so weit. Die lässt sich übrigens von Rehen und Hasen wesentlich leichter abrufen als von Amseln, das verrückte Huhn!
      Wusste gar nicht, dass ihr auch mit dem Dummy arbeitet. Hat sich bei uns bestens bewährt :)

      Löschen
    4. Jein, Futterdummy gibts nur hin und wieder mit in den Wald. Wir machen aber Dummytraining, da Watson sehr sehr gern apportiert und ein bisschen steadiness hat noch keinem geschadet. ;-) Leider hat er die nur, wenn er dran ist... warten ist ganz schrecklich.
      Ich erkenne Watson oft in deinen Erzählungen von Polly wieder. Watson bringt zum Beispiel auf dem Hundeplatz jeden zum Ausgang und holt jeden ab, wenn man ihn lässt... Du hattest mal ähnliches von Polly geschrieben.

      Löschen
    5. 'Warten ist ganz schrecklich' - ha ha, wie gut ich das kenne!!!! :))))

      Löschen
  3. Hey Karlsson und Polly,

    das ist ja echt anstrengend, was ihr da von eurem Umzug erzählt! Vor allem die Wachsamkeit ist doch aber grade wichtig, ich kann Polly da sehr gut verstehen. Dass du da sooo ruhig bleiben kannst, Karlsson, verwundert mich doch etwas. Schließlich musst du deine Mädels doch beschützen. Rehe? Nö, die interessieren mich eigentlich nicht. Ich bin da eher ein untypischer Terrier und war grad unterwegs, als der Jagdtrieb verteilt wurde. Aber in so einem scheppernden Einkaufswagen würde ich mich auch nicht umherkutschieren lassen, hab ja schließlich vier gesunde Beine.

    Wuff-Wuff euer Chris

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist alles Vertrauenssache. Wenn Frauchen sagt, in dem Einkaufswagen ist es o.k., dann ist es o.k. Außerdem war es sehr cool in dem Korb, tolle Aussicht da oben. Und wenn mein Frauchen sagt, das Haus ist sicher, dann ist es sicher. Da kann ich mich total entspannen. Wenn wider Erwarten ein schwarz maskierter Kerl an unserer Terrassentür rütteln sollte, würde ich mich dem natürlich sofort mit aller Kraft entgegen werden. Da könnte mich nichts und niemand aufhalten. Aber bis der kommt... take it easy.
      Dein Karlsson

      Löschen
  4. Ui, ui, ui, ich stelle mir gerade Emi und Polly zusammen vor - das Duo infernale.
    Wir haben am Wochenende auch das Esszimmer umgeräumt, nur damit sie nicht mehr aus dem Fenster in den Nachbargarten schauen kann, wenn wir nicht zu Hause sind. Dort wird nämlich unverschämterweise (aus Emis Sicht) im Garten gearbeitet, und das beunruhigt den armen Hund, der ja auch noch die andere Seite der Wohnung bewachen muss, wo immer sehr viel los ist. Dort muss ich nun auch ein Fenster verdunkeln, damit sie endlich zur Ruhe kommt. Ich glaube wir sind nun auf dem richtigen Weg. Das kann für einen Hund ja richtig stressig werden, soll es aber nicht.

    Liebe Grüße
    Sylvia mit Emi, Luke und Pflegi Manu

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das sehen wir hier genauso: Diesen Stress kann und sollte man seinem Hund wirklich ersparen. Was sind da schon ein Umräumarbeiten, nicht wahr? Tun wir doch gerne :)))
      Liebe Grüße aus Terrierhausen

      Löschen
  5. Ich muss zugeben, Leben mit zwei Terriern kann ziemlich anstrengend sein - mir reicht ein Terrier-Mix ;) Ich freue mich aber sehr, dass Du das Problem relativ schnell bemerkt hast und jetzt für Polly und Karlsson gute Lösungen gefunden hast.
    Wir hatten hier ähnliches bemerkt mit dem Einzug von Cara ... haben es aber auch gut in den Griff bekommen.

    Ich hoffe, bei euch zieht bald wieder Gelassenheit ein und die Hunde freuen sich, wenn die Rehlein mal kurz einen Gruß über den Gartenzaun rufen ;)

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara - die sich auch nicht richtig damit anfreunden können, dass die Rehe hinter dem Haus nicht angebellt werden dürfen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich denke, viele Menschen unterschätzen bei der Anschaffung eines Zweithundes die Dynamik in der Hundebeziehung. Ich will mich da gar nicht ausschließen. Es ist nicht so einfach, immer alle Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen und ihnen auch noch gerecht zu werden.
      Liebe Grüße aus Terrierhausen

      Löschen
  6. Ein köstlicher Text. Ich habe mich so traumhaft amüsiert - SORRY ! - aber ich kann mir das alles so leibhaftig vorstellen.
    Gut, wenn es dann Hilfe von außerhalb gibt, um dem Ganzen auf die Spur zu kommen.
    Sind wir selbst nicht auch oft irritiert ? Ich finde, das jeder Hinweg sich vom Rückweg unterscheidet und entdecke jedes Mal Neuerungen.
    Und dann erst eine andere Umgebung.
    Ein ganz dickes Knutscherle für die beiden Helden.
    Eure Manou

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Manou,
      wir freuen uns sehr, dass wir es geschafft haben, dich zu amüsieren!
      'Jeder Hinweg unterscheidet sich vom Rückweg' - das ist klug gesagt. Darüber müssen wir jetzt noch ein bisschen nachdenken.
      Danke für die anregenden Worte.
      Liebe Grüße aus Terrierhausen

      Löschen
  7. Bhoa, ... was ihr alles erlebt. Zuerst der Umzug und ständig das Haus bewachen und dann in die große weite Stadt einjaufen gehen. Aber Hund braucht auch manchmal ein wenig Abwechslung. Das macht euer Frauchen wirklich gut.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Frauchen dankt für das Lob :)))
      Liebe Grüße aus Terrierhausen

      Löschen
  8. Was für uns Menschen leicht nachvollziehbar ist, ist es für unsere Fellnasen noch lange nicht. So ein Umzug verändert recht viel. Ich finde es klasse, wie Du dies beschrieben hast und wir sind auch froh zu sehen, dass wir nicht die einzigen sind, die Probleme haben. Bei uns war es kein Umzug, sondern Sockes Erkrankung, die Vieles neu hinterfragen ließ. Ein Perspektivenwechsel anderer Art. Aber auch wir haben es mit kleinen Veränderungen geschafft, die Situation zu entschärfen.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn man durch eine Erkrankung zu einem Perspektivwechsel gezwungen wird, ist dies natürlich kein schöner Anlass. Aber es nützt ja nichts. Nichts bleibt, wie es war und täglich erwarten uns neue Herausforderungen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen.
      Das ist Leben ;)
      Liebe Grüße aus Terrierhausen

      Löschen
  9. Liebe Silke,
    dieses Posting habe ich mal wieder einige Male gelesen - ich schäme mich nun nicht zuzugeben, dass ich dabei auch gelacht habe.
    Frauen und werfen - mein Mann kriegt dann immer Anfälle und was glaubst du wieviel Bällchen mit Bändchen in den ostfriesischen Bäumen hängen = alles meine! Ein "Schäferhund-Trainer" meinte mal "...die größte Herausforderung bei Wettkämpfen sei es, wenn die Frauen die Beisshölzer werfen müssen ...!"
    Für eure Vierbeiner habt ihr ja nun erstmal eine gute Lösung gefunden, an der sich langarbeiten lässt - und ich sehe euch auch, wie ihr das Grundstück schon einige Mal abgelaufen seid und mit den Füßen gescharrt habt (einiges ist von Natural Dogmanship hängengeblieben) und bin ganz sicher, dass ihr bald zum alltäglichen Wahnsinn übergehen könnt.
    Das Mitnehmen der Hunde bei täglichen Erledigungen, statt stundenlanger Spaziergänge, wird von einigen Trainern als sehr sinnvoll angesehen und mir gefällt das auch - nicht täglich - aber doch ist es auch immer wieder eine gute Aufgabe für Mensch und Tier und soziales Verhalten wird dabei gleich mitvermittelt.
    Cesar Millan (ich finde da nicht alles gut, aber vieles interessant) hat mal geschrieben, dass er einen kläffenden Hund dadurch von der Tür abgehalten hat, dass er einen Tag lang immer geklingelt hat und beim Öffnen stand er da immer und hat den Hund nicht beachtet - am Ende ist der Hund nicht mehr an die Tür, weil er einfach keine Lust mehr hatte ... wenn man nervenstarke Freunde hätte - mit Zeit - könnte man das vielleicht mal probieren ...
    Wir haben in den Badezimmern vor einiger Zeit neumodische, gebogene Waschtische einbauen lassen. Die Firma hatte so viele Probleme die ordentlich zu montieren, kamen an manchen Tagen 3x weil wieder was klemmte, nicht passte, falsch geliefert wurde, undicht war, neu bestellt werden musste - Bente geht heute garn nicht, oder nur langsam an die Tür - gebellt hat sie eh nie - bei der Firma kaufen wir trotzdem nie wieder was :-)
    Ich mag euch und die Fellnasen jedenfalls sehr gerne und bin sicher, dass ihr wieder ein gutes Team werdet.

    Herzlichst - Monika

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Monika,
      vielen Dank für deinen lieben und ausführlichen Kommentar. Ich habe mir vorher nicht vorstellen können, wie sehr ein Umzug die kleine Terrierwelt durcheinander wirbeln kann, zumal wir nie die geringsten Schwierigkeiten hatten, mit den beiden in den Urlaub zu fahren. Aber das ist offensichtlich was ganz anderes...
      Nach einem halben Jahr im neuen Haus (in dem wir im Übrigen sehr glücklich sind) hat sich nun schon einiges zurecht geruckelt. Statt des Füßescharrens am Zaun (*lach* das kenne ich auch) haben wir uns für eine andere Variante entschieden. Unsere Terrasse ist mit einem mobilen Weidezaun eingezäunt und die Hunde dürfen (wenn überhaupt) nur mit Schleppleine in den Garten. Wenn ich nach Hause komme, klingele ich auch immer selbst an der Tür, aber Polly weiß offenbar, ob ich es bin oder jemand anders... Trotzdem haben diese und einige andere Maßnahmen schon Wirkung gezeigt und das rote Teufelchen regt sich langsam ab. Sollte die Lage sich wieder zuspitzen, werde ich dich um die Telefonnummer eurer Installateure bitten, damit sie bei uns neue Waschtische einbauen :)))
      Zum Theama Werfen kann ich aber sagen, dass mein Mann und ich etwa gleich begabt darin sind, die Dummys in die Bäume zu hängen. Es ist uns beiden auch schon ungefähr gleich oft gelungen versehentlich mit dem Dummy in der Wiese versteckte Hasen abzuwerfen. Eine Jagdtechnik, über die die Hunde immer wieder staunen :)))
      Wir werden berichten wie es weitergeht mit Karlsson und Polly und uns und der Apfelwiese und freuen uns auf Bentes täglichen Ostfrieslandreport!
      Seid ganz lieb gegrüßt aus Terrierhausen von
      Silke, Karlsson und Polly

      Löschen
  10. Einkaufen gehen, ohne den Pulloverständern anzupullern. Großartige Leistung!!!

    Spät, aber immerhin würdigen wir mit diesem Gruß Eure zwei- und vierbeinige Nervenstärke im Kampf um die Normalität.

    LG Andrea mit Linda (das Teil bellt nur an der Tür, weil sie denkt, es bringt jemand was zu essen vorbei... grumpf...)

    AntwortenLöschen
  11. Wir haben sie gefunden! Andere, die auch zwei Terrier haben :-D!

    Ja, wir können euch sehr gut verstehen. Bei uns ist Luna, diejenige, die immer meint den Brummkäfer abgeben zu müssen (z.B. wenn ein Eichhörnchen 4 Straßen weiter pupst :-D ), während Sharly erst dann in Wallung kommt, wenn wirklich was "passiert".

    Wir werden euch ab sofort öfters hier besuchen und jetzt mal weiterschnüffeln, nach weiteren tollen Geschichten bei euch :)!

    LG Jérôme

    AntwortenLöschen